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Markus Wilke:

 

Liebe Gäste...zahlreich...,
ich freue mich Ihnen heute den Maler Dániel László vorstellen zu dürfen. Er ist nun seit 3 Monaten als Stipendiat im Rahmen der der Städtepartnerstadt mit Szolnok in Reutlingen. Heute nach der halben Zeit seiner Aufenthalts feiert er hier mit uns sein Bergfest und zeigt die Arbeiten die er in dieser Zeit gefertigt hat. Der Titel der heutigen Veranstaltung entstand bei einer gemeinsamen Wanderung.
Wir sind uns eher zufällig im Kunstverein über den Weg gelaufen und ins Gespräch gekommen. Da ich von Haus aus mit Ungarn zu tun habe, haben wir uns schnell kennen gelernt.
Er zeigte sich von Anfang an, anders wie manch andere vorherige Stipendiaten, sehr aufgeschlossen für seine Gastgeberstadt und seine Bewohner. Hatte private Vorhaben, und künstlerische Kooperationen im Sinn und interessierte sich für die Stadt und die Umgebung. Es zeigte sich dass er schon recherchiert hatte wo es auch über die Stadtgrenzen hinaus Motive für seine Malerei gibt. Wie manche hier wissen bin ich selbst Maler und weniger Redner aber habe mich geehrt gefühlt und gefreut als er mich bat diese Rede zu halten. Auch weil ich damit die Gelegenheit bekam tiefer in seine künstlerische Welt einzutauchen.
Dabei kam zu Tage dass wir einen ähnlichen Zugang zur Malerei hinter uns haben. Auch er begann schon mit 13 Jahren und, ja, nach dem er es, wie ich, mit der Musik probiert hat, zu malen. Er stellte fest dass er damit am e
ffektivsten was erschaffen kann und verfolgt von Anfang an diesen Weg hartnäckig. Und er ist dankbar dass er 23 Jahre nach seinem Abschluss der Kunsthochschule Budapest vom malen leben kann.
Als ich vor ca. 2 Monaten hier in sein Atelier kam hatte er schon ein dutzend Bilder gemalt und ich war sehr angetan von seiner unprätentiösen Malerei und der Umsetzung etlicher Motive denen der Blick des Fremden anzusehen war. Genau das scheint eine bevorzugte Vorgehensweise Daniel Lászlós zu sein. Seine Neugierde und der Wille nach Aneignung führt ihn regelmäßig in fremde Gefilde. Ob das innerhalb von Ungarn ist, Rom oder verschiedene Pilgerwege wie den berühmten el Camino.
Dabei bedient sich Dániel unterschiedlicher Vorgehensweisen. Entweder er fotografiert sein Motiv zu verschieden Tageszeiten und transformiert die Vorlagen im Atelier. Er beginnt mit Acryl, der

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Frische wegen, dem unmittelbaren Duktus zuliebe und setzt nur partiell Öl für weiche Übergänge ein.
Oder er malt Plan Air. Hier können Sie die von ihm eigens konstruierte Transport-Sta
ffelei mit Elektroantrieb sehen, die auch die Bewältigung von Steigungen erlaubt. Bei dieser Vorgehensweise malt er komplett in Öl, da er sonst Acrylbinder mit Pigmenten verarbeitet und diese vom Winde verweht werden könnten.

In beiden Fällen verwendet der Künstler vorkolorierte Untergründe. Ich denke, das gibt ihm Freiheit und schafft im Malprozess schnell eine gewisse Dichte.
Was seine Motivation und die Motive angeht möchte ich an dieser Stelle Daniel selbst sprechen lassen:

„Die Ausstellung wird in der Mitte meines 6-monatigen Aufenthalts in Deutschland, im 3. Monat, eröffnet. Das Thema der Ausstellung ist die Repräsentation der natürlichen und gebauten Umwelt. Die Landschaft setzt sich aus der Natur und der menschlichen Präsenz zusammen. Entweder werden Städte erkundet oder Ausflugsorte besucht, mit längeren, kürzeren Wanderungen.

Wandern bedeutet, genau zu wissen, wo die Hälfte des Wanderweges liegt. Den Berggipfel, den man erreichen wollte. Und noch etwas Wichtiges: Er weiß, dass ein anderer Mensch den Berg herunterkommt als der, der ihn hinaufgestiegen ist.

Ich werde als ein anderer Mensch nach Ungarn zurückkehren als der, der hierher gekommen ist. Seit dem Mittelalter verpflichtete das Zunftwesen junge Zunftmitglieder zu Europareisen. Die Zielländer waren Italien und Deutschland. Als junger Mann hatte ich bereits zwei Monate in Rom verbracht, und nun sollte ich Deutschland kennen lernen. Hier fiel mir sofort der Respekt vor der Natur auf. Sorgfältig gestaltete Ausflugsziele, die in Ordnung gehalten
werden. Wenn ich den Charakter des Landes einfangen soll, muss ich diese Liebe zur Natur einfangen. Daher auch die vielen Landschaften in der Ausstellung. Wir haben auch in Siebenbürgen Berge, die der Schwäbischen Alb sehr ähnlich sind, aber die Unterschiede sind deutlich spürbar, und ich wollte sowohl die Unterschiede als auch die Einheit in meinen Bildern darstellen.“

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Damit sind wir bei demThema der Verortung, hatten wir es hier doch mit Orten, Wegen, Wanderungen und der Selbstentwicklung zu tun. Auch wenn Daniel László selten Menschen auf seinen Bildern malt haben seine Werke viel mit dem Mensch und sich selbst zu tun. Er sucht nach Motiven die ihn fesseln, an andere Szenen erinnern, möglicherweise an die Kindheit, vielleicht so etwas wie eine Seelenlandschaft. Der Mensch soll nicht zur Staffage degradiert werden, sondern schwingt in seinen Bildern mit. Sind doch nicht nur die Städte sondern die Natur Kulturlandschaften. Und der Blick darauf, sein Blick, der Blick eines Erdenbürgers. Ein Wesen dass nach Erweiterung mittels der Aneignung sucht. Auf der Pirsch, wie ein Jäger der den Blick schärft für Zusammenhänge und Sinnhaftigkeit. Zum Sammler seiner eigenen Errungenschaften gewissermaßen!
Dabei macht er selbstlos dem Betrachter das Angebot der ungetrübten Blicks. Ermöglicht die Reflexion des eigenen Standpunkts. In diesem Sinne könnten wir das Werk Daniel Lászlós als Postromantisch bezeichnen. Keine Verherrlichung sondern im Sinne von

Novalis, der in einem Fragment über die Romantik schreibt: „ ich möchte Romantisierung als Teilaspekt der Aufklärung verstanden wissen. Die Welt romantisieren heißt sie als Kontinuum wahrzunehmen, in dem alles mit allem zusammenhängt“.

Lassen Sie also die Werke auf sich wirken. Gleich im Anschluß steht Ihnen Emilia Horpácsi als Dolmetscherin für Fragen an Daniel zu Verfügung.

Vorher möchte ich Sie noch darauf aufmerksam machen dass Daniel entsprechend seiner vorher beschriebenen Reghaftigkeit vom 19.Juni bis 2.Juli im Kultspace in Münsingen seine Zelte aufschlagen wird. Dort arbeitet er unter anderem ein einer Auftragsarbeit und erschließt sich ein weiteres Feld. Sagen Sie es weiter und schauen Sie selbst vorbei


 

Újdonságok

  • 2024.02.09 00:00

    Közeledés

    A Szolnoki Művésztelep Kert Galériájában mutattam be a Reutlingeni csereprogram alkalmával...

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Elérhetőség

László Dániel
1114 Budapest Bartók Béla út 1

003630 5196558

© László Dániel.

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